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Andreas Reichhardt
Rollrasenproduktion und -vertrieb
Hofgut Ringelshausen,
35410 Hungen

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Das braucht mein Sommer

Ausreichend Wasser

Bei anhaltender Trockenheit und ohne zusätzliche Wasserversorgung wird der Rasen gelb und die Gräser sterben ab.
Da der Wasserbedarf des Rasens wesentlich von den Temperatur- und Bodenverhältnissen abhängt, lassen sich für das richtige Wässern keine festen Pläne, wohl aber folgende Faustregeln aufstellen: Bei Trockenheit ein- bis zweimal pro Woche gründlich beregnen. Neu verlegten Rasen wässern Sie am besten intensiv abends nach Sonnenuntergang, in Trockenperioden täglich.

Gute Versorgung mit Nährstoffen

Ziel ist, den Rasen optimal mit Nährstoffen zu versorgen und gleichzeitig das Auswaschen von Nährstoffen in das Grundwasser zu vermeiden. Überdüngter Rasen ist anfällig für Pilzkrankheiten. Ideal ist, wenn vorher eine Bodenprobe durchgeführt wird, um den tatsächlichen Versorgungsbedarf zu bestimmen (etwa alle 3 Jahre). Bodenproben können beim Amt für Regionalentwicklung, Landespflege und Landwirtschaft (ARLL) abgegeben werden. Üblicherweise ist bei regelmäßiger Entfernung des Schnittgutes von der Fläche eine einmalige Gabe von 30 g/m² Volldünger (NPK) angebracht, wobei entweder im Frühjahr oder im Herbst (spätestens bis Mitte August, sonst besteht erhöhte Gefahr von Pilzinfektion) gedüngt werden sollte. Zu beachten ist, dass ein erhöhter Phosphor/Kalium-Anteil im Dünger das Wachstum von Kräutern einschließlich verschiedener Kleearten fördert, während durch Stickstoff vor allem die Gräser gestärkt werden. Kräuter und Klee lassen den Rasen nicht nur lebendiger erscheinen, sondern der Klee sorgt über die sogenannten Knöllchenbakterien auch für eine zusätzliche Versorgung des Rasens mit Stickstoff. Schließlich sollten physiologisch leicht sauer wirkende (d.h. ammoniumhaltige) Dünger bevorzugt werden, da die meisten Rasengräser ein leicht saures Milieu bevorzugen.

Regelmäßiger Schnitt

Mähen fördert das Wachstum und die Seitentriebbildung der Grashalme, es entsteht eine dichte und gleichmäßige Rasenfläche. In unserem Klima hat sich eine Schnitthöhe von 4 cm bewährt. Ein sehr tiefer Schnitt von nur 2 cm bei reinem Zierrasen setzt eine gute Nährstoff- und Wasserversorgung voraus. Zu tiefer Schnitt lässt freigelegte Rasenwurzeln absterben, ein Wiederaustrieb wird verzögert und es kommt an diesen Kahlstellen vermehrt zu Unkräutern. Wie oft gemäht wird, ist abhängig vom Rasentyp, den Standortbedingungen und der Witterung. Günstig ist, wenn 40 - 50 % der Blattmasse beim Schnitt erhalten bleiben. Gebrauchsrasen mit einer Höhe von 6 - 10 cm wird auf 3 - 4 cm zurückgeschnitten. Verbleibt der Rasenschnitt auf der Fläche (Mulschschnitt) ist darauf zu achten, dass bei zu starker Mulchauflage oder bei verklumptem Schnittgut kein Rasenfilz entsteht.

Belüftung durch Vertikutieren

Während des normalen Wachstums des Rasens sammeln sich nach und nach größere Mengen von abgestorbenen Pflanzenresten auf dem Grund der Grasdecke an. So entsteht ein dichter, undurchlässiger Filz, der die Durchlüftung und die Wasseraufnahme des Bodens behindert und die Vermoosung begünstigt. Durch Vertikutieren wird diese Filzschicht entfernt. Auf kleineren Flächen kann diese Arbeit mit einem Vertikutierrechen durchgeführt werden. Bei größeren Flächen kommen spezielle Vertikutiermaschinen (leihbar in Gartenfachgeschäften) zum Einsatz. Der Filz wird mittels rotierender Messer entfernt. Beachten Sie, dass der Boden nur wenige Millimeter tief aufgeritzt wird, um den Wurzelbereich der Gräser nicht zu beschädigen. Vor dem Vertikutieren wird der Rasen gemäht. Der beste Zeitpunkt zum Vertikutieren ist das Frühjahr, eine trockene Witterung ist empfehlenswert. Bei stärkeren Verfilzungen wird mehrmals im Kreuzgang gearbeitet.

Gute Vorbereitung auf den Winter

Bereits im Herbst kann der Grundstein für ein gutes, gesundes Wachstum des Rasens im nächsten Frühjahr gelegt werden. Im September und Oktober wachsen die Graspflanzen aufgrund kühlerer Temperaturen langsamer als im Sommer, die Mähabstände sollten deshalb verlängert werden. Es empfiehlt sich, die Schnitthöhe auf etwa 5 cm anzuheben. Meist endet die Vegetationsperiode im November, so dass kein Zuwachs mehr zu erwarten ist. Geht der Rasen zu lang in den Winter, kann es zu einem vermehrten Auftreten von Pilzkrankheiten, wie zum Beispiel Schneeschimmel kommen. Auch dickere Laubauflagen dürfen nicht auf dem Rasen liegen bleiben, denn auch hier tritt durch länger anhaltende Feuchtigkeit häufig verstärkter Pilzbefall auf. Bei trockenem Boden besteht jetzt durchaus noch einmal die Möglichkeit, Rasenfilz und Moose durch Vertikutieren zu entfernen. Das hierbei anfallende Material wird abgerecht und kompostiert. Eine letzte Düngemaßnahme sollte spätestens Ende Oktober erfolgen. Hierbei sind kalibetonte Dünger den im Sommer eingesetzten stickstoffbetonten Düngern vorzuziehen. Das verbessert die Reservestoffbildung und stärkt die Zellwände der Gräser, was den Rasen vor Frosteinwirkung und Krankheitsbefall schützt. Durch die eingelagerten Reservestoffe wird der Rasen im Frühjahr schneller grün. Ist noch ein Eisenanteil im Dünger enthalten, behält der Rasen auch im Winter eine ansprechend grüne Farbe und vermoost nicht so schnell. 

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